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HIV Therapie

Eine HIV-Infektion bzw. AIDS-Erkrankung soll mit entsprechenden antiretroviralen Medikamenten behandelt werden, wenn

  • Symptome auftreten
  • die T-Helferzellen im Blut einen gewissen Grenzwert unterschreiten
  • oder die Viruslast zu hoch ist.

Wenn nach einem positiven HIV-Test keine sofortige Behandlung notwendig ist, dann sollten die Blutwerte vom Arzt regelmäßig überprüft werden. Bei schwangeren HIV-Infizierten ist eine Therapie in jedem Fall sinnvoll, weil so vermieden werden kann, dass sich das Kind ansteckt.

HI-Viren können sich an Medikamente anpassen, so dass diese nicht mehr wirken, weil die Viren resistent geworden sind. Um diese Resistenzentwicklung zu vermeiden bzw. zu verlangsamen bekommen HIV-Infizierte heute eine Kombinationstherapie mit mindestens drei verschiedenen Medikamenten.

Die Therapie muss kontinuierlich nach Anweisung des Arztes eingenommen werden. Wenn die Medikamente zwischendurch abgesetzt werden, besteht die Gefahr, dass die HI-Viren resistent werden.

Es gibt zurzeit fünf Arten von Substzanzklassen, die zur antiretroviralen Therapie eingesetzt werden:

  • Reverse-Transkriptase-Hemmer: z.B. Abcavir, Zidovudin, Emtricitabin, Lamivudin, Stavudin, Tenefovir, Efavirenz, Nevirapin, Etravirin, Rilpivirin
  • Protease-Hemmer: z.B. Tipranavir, Atazanavir, Fos-Amprenavir, Darunavir, Indinavir, Lopinavir, Nelfinavir, Saquinavir, Tiprinavir
  • Fusionshemmer: Enfuvirtide
  • CCR5-Hemmer: Maraviroc
  • Integrase-Hemmer: Raltegravir, Evitegravir, Dolutegravir.
  • Viele Medikamente stellen Kombinationspräparate aus mehreren Wirkstoffen dar.

Forscher arbeiten kontinuierlich an der Entwicklung neuer Medikamente.

Bei AIDS können zusätzlich zur antiretroviralen Therapie weitere Medikamente wie Antibiotika nötig sein, um die Indikatorkrankheiten zu behandeln.

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